![]() |
|
![]() STUDIUM, LEHRE, FORSCHUNG UND KÜNSTLERISCHE ARBEIT1966 bis 1972 Studium der Philosophie bei Helmut Fahrenbach und Ernst Bloch, sowie der Germanistik, Kunstgeschichte, Musikwissenschaft und Theorie der Psychoanalyse an der Universität Tübingen. 1968 Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes, die dann auch ein Promotionsstipendium gewährt. 1974 Promotion mit einer Dissertation zum Thema Von der rationalistischen Sprachkritik zur Hermeneutik der Sprachspiele. Die daraus resultierende erste Buchveröffentlichung erscheint 1975 unter dem Titel Wittgensteins sprachphilosophische Hermeneutik. 1974 bis 1977 Beteiligung am DFG-Projekt Theorie der Geowissenschaft. Die als Ko-Autor 1980 veröffentlichte Theorie erscheint übersetzt als Theory of Earth Science 1988 bei Cambridge University Press. Wahrnehmung von Lehraufträgen vorzugsweise zu Themen der Ästhetik an den Universitäten Gießen, Tübingen und Konstanz. 1979 bis 1986 Tätigkeit als Hochschulassistent am Philosophischen Seminar der Universität Hamburg. Veranstaltung zahlreicher fach- und hochschulübergreifender Forschungskolloquien, Vortragsreihen und Lehrveranstaltungen, u.a. zusammen mit dem Komponisten György Ligeti und dem Schriftsteller Helmut Heißenbüttel. Die 1980 erschienene Buchveröffentlichung Sprachanalytische Ästhetik wird 1982 als Habilitationsschrift angenommen. In demselben Jahr erfolgt die Ernennung zum Privatdozenten mit Verleihung der venia legendi für Philosophie. 1986 und 1987 Vertretung eines philosophischen Lehrstuhls an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. 1987 bis 1995 Tätigkeit als Professor im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit für das Fach Kunstgeschichte und Kulturwissenschaft am Fachbereich Kunst und Design der Fachhochschule Hannover. Begründung eines Studium generale, in dessen Programm auch die Universität und die Musikhochschule sowie Kulturinstitutionen wie das Niedersächsische Staatstheater und das Sprengelmuseum einbezogen werden. Durchführung künstlerischer Projekte in Zusammenarbeit mit Künstlerkollegen. Beteiligung am Graduiertenkolleg Ästhetische Bildung der Universität Hamburg. Gasttätigkeiten u.a. als Stiftungsprofessor für Philosophie am Humboldt-Studienzentrum für Geisteswissenschaften der Universität Ulm. Es kommt zum Aufbau eines Arbeitsbereiches Interdisziplinäre Ästhetik in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachbereichen der Universität und Kulturinstitutionen der Stadt wie des Landes. Dazu gehören Forschungskolloquien, Ringvorlesungen, Vortragsreihen, Ausstellungen (Ästhetisches Kabinett im Rathaus) und Szenische Lesungen in Zusammenarbeit mit dem Staatstheater Mainz. Als umfänglichste Veranstaltung sei das 2007 zusammen mit dem Institut Français de Mayence konzipierte und in dessen Räumen durchgeführte Projet goût – Revolutionen des Geschmacks genannt, dessen Erträge in Kürze unter dem Titel Über Geschmack läßt sich doch streiten Zutaten aus Küche, Kunst und Wissenschaft, herausgegeben von Irene Schütze, im Kadmos-Verlag Berlin erscheinen wird. Dieses Projekt wurde vom Kultursommer Rheinland-Pfalz gefördert und vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft im Rahmen eines Wettbewerbs zum Jahr der Geisteswissenschaften mit einem Preis bedacht. Die nunmehr fünfzehn Jahre umfassende Tätigkeit an der Universität Mainz und der zu ihr gehörenden Akademie für Bildende Künste führt zu zahlreichen „Nebenämtern“ wie: Dekan der Akademie für Bildende Künste (2003-2005), Mitgliedschaft in die Gutenberg-Akademie (2006-2008) und in das Gutenberg-Forschungskolleg (2007/08). An – auch im Rahmen des ERASMUS-Programms institutionalisierten – Kontakten zu ausländischen Hochschulen sind die Kunstakademien in Riga und in Carrara zu erwähnen, insbesondere aber die Verbundenheit mit dem Fachbereich Philosophie und Ästhetik an der Universität Rom (Roma Tre) mit Funktionen als Gastprofessor, Mitglied des internationalen Promotionsausschusses und Mitglied einer Kommission zur Evaluation im Rahmen der EU. Zu einem besonderen Schwerpunkt entwickelte sich gerade in den letzten Jahren die Philosophie, Ästhetik und Geschichte der Fotografie. Auf dieser Basis kommt es schließlich zur Wiederaufnahme der während der Gymnasialzeit mit Privatunterricht an der Werkkunstschule Trier sowie bei dem Düsseldorfer Maler Fritz Achterfeld begonnenen künstlerischen Arbeit, nunmehr jedoch nahezu ausschließlich im Bereich „investigativer“ fotografischer Praxis. Die erste Ausstellung – unterstützt von den Mainzer Stadtwerken, der Landesbank Rheinland-Pfalz und dem Kultursommer Rheinland-Pfalz – findet 2006 im Alten Weinlager des Mainzer Zoll- und Binnenhafens statt. Sie ist in dem Katalog ZOLLHAFEN – FOTOGRAFIE UND ÄSTHETIK dokumentiert. Mit diesem Einstieg werden philosophisch-ästhetische Forschung und künstlerische Arbeit zu einem programmatisch als Ästhetik der Verwitterung umschriebenen work in progress zusammengefaßt. Zu dessen Stationen gehören: METALLOMORPHIE (Botanischer Garten Mainz 2007), CARRARA (Istituto Italiano di Cultura Frankfurt am Main 2008) und NACHTSTÜCKE UND TRAUMWERK (Hochschule für Musik Mainz 2010). Parallel dazu finden in Italien Ausstellungen statt: IL MONDO DEL MARMO (Castello di Lari 2008) und PEZZI FANTASTICI (Castello di Fosdinovo 2009), jeweils zusammen mit Miguel Ausili, Inhaber einer Professur für Bildhauerei an der Kunstakademie Carrara. |